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Von Natur aus sind Wellensittiche Schwarmvögel. Auf der Suche nach Futter fliegen sie oft zu tausenden umher.

Und genau deshalb sollte auch kein Wellensittich in Gefangenschaft ohne arteigenen Partner leben. Die Haltung von zwei Tieren ist daher das Minimum!

Einem Einzelvogel kann man als Halter niemals gerecht werden. Selbst, wenn man sich 24 Stunden am Tag mit dem Tier beschäftigt, es würde ihm immer etwas fehlen. Oder kannst du ihn füttern, mit ihm auf „wellensittisch“ plappern und ihn genau so kraulen, wie es ein anderer Welli könnte? Mit Sicherheit nicht.


Viele Menschen kennen die Einzelhaltung noch von früher und sind nach wie vor der Überzeugung, dass ihr „Hansi“ immer glücklich war. Immerhin hat er ja immer mit seinem Spiegel und dem Plastikkumpel gesprochen. Aber auch dieses Spielzeug kann niemals Ersatz für einen Partnervogel sein (einiges davon wird sogar als "tierschutzwidriges Zubehör" geführt!).


Auch der Wunsch nach einem superzahmen Wellensittich rechtfertigt auf keinen Fall die Einzelhaltung. Wenn man nicht die Zeit und vorallem die Lust hat, sich mit den Wellis zu beschäftigen damit sie zahm werden, sollte man seine Motive zu Vogelhaltung nochmal gründlich überdenken.

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Ein glückliches Paar

Wie oben erwähnt sollte Paarhaltung daher das Minimum sein. Erst mit einem artgleicher Partnervogel fühlt sich ein Wellensittich wirklich wohl und auch für dich als Halter ist es viel interessanter, ein Pärchen zubeobachten.

 

Wenn man nur zwei Wellis halten kann oder will, ist eine sichere Geschlechtsbestimmung sehr wichtig, da es grade bei zwei Hennen zu bösen Streiterein kommen kann. Zwei Hähne dagegen vertragen sich problemlos. Am besten nimmt man aber ein „echtes“ Paar, also Hahn und Henne, da das für die Vögel am natürlichsten ist.

 

 

Um Nachwuchs braucht man sich nicht zu sorgen, wenn man ein paar Dinge beachtet. Wellensittiche sind Höhlenbrüter und schreiten in der Regel ohne einen entprechenden Brutkasten gar nicht erst zur Brut.

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Wellensittichschwarm in der AV

Ganz besonders wohl fühlen sich Wellensittiche in einer kleinen Gruppe oder einem Schwarm. Erst da werden sie so richtig munter und man bekommt eine ganze Bandbreite an Verhaltensweisen zu sehen, die einem Paar- oder gar Einzelhalter verwehrt bleiben.

 

Vorallem in keinen Gruppen ist es wichtig, dass immer eine grade Anzahl Tiere vorhanden ist. Ansonsten kommt es oft vor, dass ein Vogel das sprichwörtliche „Fünfte Rad am Wagen“ ist.

 

 

Auch das Geschlechterverhältnis im Schwarm spielt eine Rolle. Im Idealfall hat man immer soviele Hennen wie Hähne, damit für jeden Vogel ein passendes Partnertier vorhanden ist. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Geschlechterverteilung ab einer Gruppengröße von etwa 8-10 Tieren nicht mehr so ausschlaggebend ist und man auch mal einen Hahn oder eine Henne mehr haben kann.

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