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Wie der Name schon verrät handelt es sich um angekeimte Saaten die, richtig zubereitet, eine schöne Abwechslung zur täglichen Körnermischung sein können.

 

Auch bei Kropferkrankungen wird es von den Tieren oft lieber angenommen als "trockenes" Futter da es den Kropf nicht zusätzlich reizt. Allerdings sollte man, sofern man keine Zuchtabsichten hegt, Keimfutter nur als Leckerei reichen, da es den Bruttrieb der Vögel anregen kann.

 

Die Herstellung an sich ist recht einfach. Allerdings sollte dabei sehr genau auf die Hygiene  geachtet werden, da Keimfutter schon bei der Zubereitung leicht verderben kann. Riecht es auch nur leicht säuerlich, gehört es unbedingt in den Müll!

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Am einfachsten finde ich die Zubereitung mit der Siebmethode. Dafür benötigt man ein Sieb, eine Schale, in die groß genug für das Sieb ist und natürlich Saaten, die man keimen lassen will.

 

Das Sieb sollte aus Kunstoff gefertigt sein, da Drahtsiebe sehr schnell rosten und dann nicht mehr zu gebrauchen sind.

 

 

Zum keimen bringen kann man theoretisch jede Futtermischung, die sich auch im trockenen Zustand für Wellis eignet. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Futter keinen geschälten Hafer enthält. Dieser weicht lediglich auf und verdirbt recht schnell.

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Im Fachhandel kann man auch spezielle Keimfuttermischungen für Sittiche sowie geeignete Einzelsaaten bestellen. Als Beispiel habe ich hier Weizen keimen lassen.

 

Als nächstes gibt man die Körner in das Sieb, wäscht sie unter fließendem Wasser gründlich ab und hängt sie anschließend in die mit Wasser gefüllte Schale sodass sie damit vollständig bedeckt sind.

So lässt man die Saaten maximal acht Stunden quellen. Länger sollten sie nicht stehen, da sie sonst zu gären beginnen.

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Nach Ablauf dieser Zeit wäscht man die Körner nochmal gründlich ab, lässt sie gut abtropfen und hängt sie anschließen wieder in die (leere) Schale. In diesem Zustand kann man es auch schon als Quellfutter verfüttern. 

 

Während des Keimvorganges ist es wichtig, die Körner regelmäßig durchzuspülen um Schimmelbildung und austrocknen zu vermeiden. Das sollte etwa zwei mal am Tag geschehen. Zusätzlich wische ich auch immer mit einem Kückenkrepp die überschüssige Feuchtigkeit unter dem Sieb weg.

 

So zubereitet zeigen sich auch ziemlich rasch die ersten Keime. Nach etwa zwei Tagen ist das Keimfutter fertig zum verfüttern. Dafür spült man es nochmals gründlich ab und lässt es, ab besten über einem Küchenkrepp, gut abtrofen.

 

 

WICHTIG: Fertiges Keimfutter sollte nie länger als 3-4 Stunden im Käfig stehen, da es nach wie vor leicht verdirbt. Aus diesem Grund sollte man auch immer nur die Menge zubereiten, die auch von den Vögel auf einmal gefressen wird. Bewährt hat sich bei mir eine Menge von etwa einem TL pro Vogel.

Variationen

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Gleiche Methode, andere Saaten. Hier seht ihr eine fertige Keimfuttermischung, bereit zum servieren. Sie enthält verschiedene Hirsesorten, Weizen, Mungbohnen, Milokorn, Kardisaat, Dari und Derbyhafer.

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Auch Negersaat kann man keimen lassen. Allerdings ist hier auf eine kürzere Einweichzeit (etwa 4 Stunden) zu achten, da diese Saat besonders schnell zu gären beginnt.

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