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Ich betreibe eine kleine, genehmigte Wellensittichzucht mit dem Schwerpunkt auf dem wunderbar bunten Farbschlag Opalin-Spangle.

 

Die notwendige Zuchtgenehmigung habe ich im Sommer 2008 erworben, meine ersten praktischen Zuchterfahrungen dann im Frühjahr 2009 gesammelt. Da allerdings noch ohne Opalin-Spangles unter den Zuchttieren.

 

An dieser Stelle möchte ich ein paar Dinge über meine Zucht erzählen, damit ihr euch ein Bild davon machen können wie meine Pieper bei mir leben und wie ich bestimmte Dingen handhabe.

Zuchtziele

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Heli, eine meiner Zuchthennen

Mein Ziel besteht in erster Linie darin, gesunde, charakterfeste Vögel mit einem aufgeweckten Wesen zu züchten weil ich finde, dass gerade das den Wellensittich als solchen ausmacht.

 

Und warum gerade Opalin-Spangles? Diese Frage habe ich mir zu Beginn meiner Zucht gestellt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht "wild durcheinander" züchten sondern mich auf einen Farbschlag konzentrieren möchte. Und da mir Spangles und Opaline schon immer sehr gut gefallen haben, warum nicht die Kombination daraus züchten?

Ich mag außerdem die unglaubliche Farbenvielfalt, die Opalin-Spangles, gerade in der Kombination Blaureihe + Gelbgesicht zeigen können. Aber auch einige Opalin-Spangles aus der Blaureihe ohne GG kommen zum Einsatz.

 

Alle meine Zuchttiere sind so genannte Hansi-Bubis oder Halbstandards. Zum einen, weil mir ihr quirliges Wesen besser gefällt als das der oft ruhigeren Standards und zum anderen, weil mir die meisten „Dicken“ auch einfach optisch nicht so gut gefallen.

Zuchtalter der Hähne und Hennen

Auch, wenn die Warterei manchmal wirklich schwer fällt, setze ich keinen Hahn zur Zucht an, der nicht mindestens 10 Monate alt ist. Bei den Hennen wird noch länger gewartet, nämlich bis zum 12. Lebensmonat. Erst dann sind die Hennen wirklich fertig entwickelt und das Risiko einer Legenot oder ähnlichen Komplikationen sinkt beträchtlich.

Anzahl der Bruten im Jahr

Um die Gesundheit der Tiere nicht unnötig zu strapazieren, darf jeder Vogel maximal zwei Mal im Jahr zur Brut schreiten. Häufigere Einsätze halte ich für nicht förderlich, da die Brut und sowie auch die anschließende Aufzucht der Jungtiere den Eltern sehr viel Kraft abverlangen. Frei nach dem Grundsatz:

 

Nur mit fitten Elterntieren kann man auch gesunde Küken ziehen.

Haltung der Zuchttiere

Seit Sommer 2008 leben meine Wellensittiche ganzjährig in einer Außenvoliere mit beheizbarem Schutzhaus. Das Schutzhaus selbst ist unterteilt in einen Vorraum in dem die Zuchtboxen stehen und ich einen Großteil meiner Utensilien lagere. Ein großes Fenster sorgt für ausreichend Licht und frische Luft. Der andere Teil gehört alleine den Wellensittichen und ist mit einer großen Klappe versehen, die in den Außenbereich führt, der der mit einer kleinen Schleuse, Betonboden und doppelter Verdrahtung ausgestattet ist.

 

Die Zuchtboxen haben eine Größe von 61x40x40 cm, die Nistkästen werden außen an den Boxen angebracht.

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Blick auf die Voliere Die Zuchtboxen Der Futter- und Wassertisch

Abgabealter der Küken

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"Kkentrainer" bei der Arbeit... ;-)

Ich gebe keinen Jungvogel vor der 10. Lebenswoche ab. Warum das?

 

Ich in der Meinung, dass junge Wellensittiche diese Zeit benötigen, um sich im Schwarm noch einiges an sozialen Verhaltensweisen abzugucken und ihren Charakter auszuprägen. Vieles lernen die Küken zwar schon im Nistkasten von ihren Eltern und Geschwistern, aber eben nicht alles. Ich denke auch, dass es ihnen nach dieser Zeit leichter fällt, sich in einem neuen Schwarm bei anderen Alttieren zurecht zu finden. 

 

Die "lange" Verweildauer in meinem Schwarm hat außerdem den Vorteil, dass sich die Jungtiere allerlei positive Dinge bei den Altvögeln abschauen wie z.B. Grünfutter und Obst fressen oder auch die vielleicht vorhandene Scheu vor dem Menschen zu verlieren. Dadurch, dass ich einige doch sehr zahme Wellensittiche in der Voliere habe, wird das nämlich fast zum Selbstläufer.

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